Mehr Schutz und Sicherheit

im Öffentlichen Dienst

Mehr Schutz und Sicherheit im Öffentlichen Dienst

Im Öffentlichen Dienst zu arbeiten ist gefährlich

 

Beschimpft, geschlagen und mit Fäkalien beworfen - was Beschäftigte im Öffentlichen Dienst über sich ergehen lassen müssen, nur weil sie ihren Job machen, ist schockierend. Die Hemmschwelle, übergriffig zu werden, sinkt immer mehr. Das zeigt auch die aktuelle Polizeistatistik: Die Zahl der Gewalttaten steigt an; es sind vor allem immer mehr jugendliche Straftäter.

 

Doch es geht nicht nur um Berufe wie bei der Polizei, in denen man zunehmend mit gefährlichen Situationen rechnen muss. Auch in Sozialämtern und Jobcentern sind handgreifliche Übergriffe keine Einzelfälle mehr, sondern bittere Realität. Es gibt kaum eine Berufsgruppe im Öffentlichen Dienst, die nicht von Beleidigungen und Angriffen betroffen wäre: Auch in Klassenzimmern und Krankenhäusern, in Bussen und Bahnen und gegenüber Politessen und Ordnungskräften auf der Straße ist der Ton rauer geworden. Sogar Feuerwehrmänner und Rettungssanitäter werden immer häufiger angegriffen - ausgerechnet die, die kommen, um zu helfen.

 

Meist bleibt es bei Beleidigungen, Bedrohungen und Rangeleien. Die sind schon schlimm genug - vor allem, wenn man sie täglich erleben muss. Doch manchmal enden Angriffe auch mit schwersten Verletzungen oder sogar tödlich: 2012 stirbt eine Mitarbeiterin im Jobcenter Neuss bei einer tödlichen Messerattacke, 2014 wird ein Mitarbeiter des Finanzamts Rendsburg erschossen, 2015 wird ein Polizist in Herborn erstochen und Anfang 2016 wird einem Gerichtsvollzieher in Gelnhausen bei einem Hausbesuch in den Kopf geschossen.

 

Immer mehr Menschen, die im Öffentlichen Dienst Arbeit für den Bürger leisten, haben daher Angst im Job. Oft trifft es vor allem junge Beschäftigte, die in publikumsnahen Bereichen wie Bürgerbüros eingesetzt werden, um dort Berufserfahrung zu sammeln. Die Erfahrungen, die sie dort machen, sind häufig jedoch vor allem eins: brutal und angsteinflößend. Sie fühlen sich als Zielscheibe für Gewalt und blinden Zorn und finden oftmals bei ihrem Arbeitgeber nicht die Unterstützung, die sie sich erhoffen. Anzeigen gegen pöbelnde und übergriffige Bürger sind selten, Schulungen zum Konfliktmanagement oder zur Selbstverteidigung werden kaum durchgeführt.

 

Die Kampagne der Deutschen Beamtenbund-Jugend NRW (dbb jugend nrw) „Gefahrenzone Öffentlicher Dienst“ informiert über die aktuelle Situation. Wo gibt es Übergriffe? Was sagt die Politik dazu? Wo kannst du dich informieren? Was kannst du tun, wenn du im Job angegriffen wurdest? Wie kannst du dich schützen? Was kann dein Arbeitgeber tun?

 

Unser Kummerkasten bietet dir eine Plattform, auf der du schildern kannst, was dir widerfahren ist. In einer Zeitleiste kannst du nachlesen und auch selber eintragen, wo und wann es welche Zwischenfälle gab – auch die, über die die Medien vielleicht gar nicht berichtet haben. Wir informieren dich auf dieser Seite darüber, welche Anti-Gewalt Aktionen stattfinden und wer außer uns noch Informationen und Hilfe anbietet.

 

„Gefahrenzone Öffentlicher Dienst“ ist Plattform für alles rund um das Thema „Gewalt gegen Beschäftigte im Öffentlichen Dienst“. Im Öffentlichen Dienst zu arbeiten darf nicht weiter gefährlich sein!

Ausgezeichnet mit dem Politikaward

www.politikaward.de

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