28.03.2024 | Im Gespräch

„Gefahrenzone“ Thema bei Conny from the Block

Früher war sie Beamtin – heute ist sie Amtsfluencerin: Conny from the Block heißt die wortgewandte Comedienne, die auf Instagram, TikTok und inzwischen auch auf Bühnen die Menschen aus dem Öffentlichen Dienst zum Thema macht – und jetzt in einem Podcast auch die Kampagne der dbb jugend nrw thematisiert.

 

Wer podcastet, braucht Gesprächspartner. Daria Abramov, stellvertretende Vorsitzende der dbb jugend, ist eine davon. Am morgigen Freitag, 29. März geht der Podcast mit Conny from the Block online und wirft den Scheinwerfer auf ein ganz spezielles Thema: Übergriffe auf Beschäftigte im Öffentlichen Dienst.

 

Da, wo es sonst so spaßig zugeht, wird es also ernst. Denn wenn Conny from the Block (auf Insta und TikTok: conny.fromtheblock) auch sonst eher Lacher produziert, weil sie den Öffentlichen Dienst in charmanter Weise persifliert, geht es ihr diesmal auf ernste Weise um Menschen, die auch zum Kreis ihrer ehemaligen Kolleginnen und Kollegen gehören. Denn die Neuköllnerin hat selbst einmal als Beamtin im Öffentlichen Dienst gearbeitet.

 

Mit Lachern auf den Ernst der Lage aufmerksam machen

 

Das gibt ihr die nötige Kenne, um aus Ernst Lachen zu produzieren und damit eigentlich auch wieder auf den Ernst der Lage aufmerksam zu machen. In ihren Videos, in einem inzwischen erschienenen Buch und in ihren Bühnenshows geht es um Themen wie Überlastung und Personal- und Nachwuchsmangel im Öffentlichen Dienst, Überalterung, gängige Klischees über verkrustete Strukturen und veraltete Arbeitsweisen und jetzt auch um das Thema „Übergriffe“.

 

„Vor einiger Zeit konnte man sich als Gesprächspartnerin oder Gesprächspartner in Connys Podcast bewerben“, sagt Daria Abramov. Sie hatte Glück und ist es geworden. Das war die Chance, sehr ernsthaft über ein Thema zu sprechen, das der jungen Wuppertalerin auch in ihrer Arbeit für die dbb jugend in besonderer Weise am Herzen liegt: Übergriffe auf Menschen, die im Öffentlichen Dienst arbeiten.

 

Vor sieben Jahren gestartet und immer noch aktuell

 

Im Podcast geht es um die steigende Zahl der Übergriffe, aber auch um die Dunkelziffer. Es geht darum, wie wichtig es ist, Strafanzeige zu stellen, Führungskräfte für das Problem zu sensibilisieren und es geht um „Gefahrenzone Öffentlicher Dienst“, sagt Abramov. Mit dieser Kampagne nämlich hat die dbb jugend nrw vor inzwischen sieben Jahren auf die ernste Lage aufmerksam gemacht und Übergriffe auf Menschen, die im öffentlichen Sektor zum Wohle aller arbeiten, in den Fokus gerückt.

 

„Während wir podcasteten ist Conny from the Block gleich auf die Kampagnenseite www.angegriffen.info gegangen und hat aus dem Zeitstrahl vorgelesen, der einen Überblick über die Häufigkeit und Vielzahl von Übergriffen gibt“, sagt Abramov. Deutlich wird auch, dass es vor allem Uniformierte und viele der Beschäftigte trifft, die negative Entscheidungen treffen müssen.

 

Wer mehr darüber wissen will, kann den Podcast „Amtlich angegriffen“ ab dem 29. März über die üblichen Streaming-Plattformen hören. Fest steht: Da sind wir auf jeden Fall ganz Ohr.

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